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Diebe stahlen 15 Jagdgewehre auf der Waffenmesse |
| Die Täter schlugen in Nacht vor Eröffnung zu - Waffen Hunderttausende wert |
| Diebe stahlen 15 Jagdgewehre auf der Waffenmesse |
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NÜRNBERG - In der Nacht vor der Eröffnung der Internationalen Waffenmesse haben unbekannte Täter 15 Jagdwaffen aus der Messehalle gestohlen.
Als der Österreicher Ludwig Wittgenstein am Freitagvormittag an seinen Stand in Halle 2 kam, war seine Waffenvitrine leer. 15 funktionstüchtige Jagdgewehre - handgefertigte Einzelstücke -, mehrere Messer und Manschettenknöpfe waren spurlos verschwunden. «Das waren die Ferraris und Jaguare unter den Jagdwaffen», sagt der Mitarbeiter des Wiener Jagdausstatters «Joh. Springer’s Erben» bedauernd. Seinen Angaben zufolge liegt der Wert der Gewehre, von denen einige mit einer Silberziselierung versehen sind, im «hohen sechsstelligen Bereich».
Keine Munition dabei
Munition kam laut Polizeisprecherin Elke Schönwald nicht abhanden. «Wir haben gar keine Munition dabei», meint der Waffenhändler.
Die Polizei hat eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe auf den Waffendieb angesetzt. Nach dem Amoklauf von Winnenden und der Diskussion um die Verfügbarkeit von Waffen sieht sie in diesem Fall eine besondere Brisanz. Bei ihren Ermittlungen konzentriert sich die Kripo derzeit auf Personen, die während der Aufbauarbeiten Zutritt zu den Messehallen hatten. Der Grund: An den Eingängen der Halle fanden sich keinerlei Einbruchsspuren.
Möglichst wenig Spuren hinterlassen
Die Langwaffen waren über Nacht in eine Glasvitrine eingeschlossen. Wie der oder die Täter die Schlösser aufbrachen oder ob sie möglicherweise sogar einen Schlüssel dafür hatten, muss erst noch ermittelt werden. Die Diebe nahmen die Schlösser mit, um möglichst wenige Spuren zu hinterlassen.
Peter Ottmann, Sprecher der NürnbergMesse, kann sich nur an drei Diebstähle bei den Waffenmessen in den vergangenen 14 Jahren erinnern. Darunter war keiner in der aktuellen Größenordnung. Auf die Frage nach den Sicherheitsvorkehrungen antwortet er, dass jeder Aussteller für die Sicherheit seiner Produkte selbst verantwortlich sei. Die Waffen werden entweder mit Drahtkabeln gesichert oder eingeschlossen. Nachts überwacht ein privater Sicherheitsdienst die Hallen. Manche Händler postieren nach Messeschluss einen Wachposten vor ihrem Stand. Der österreichische Aussteller hat laut Ottmann darauf verzichtet.
sto |
| 14.3.2009 |
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