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Geschichten von dem Bären Dr. Brumm

Kinderbuchillustrator Daniel Napp begeisterte sein junges Publikum beim Bücherei- und Familiennachmittag
 Geschichten von dem Bären Dr. Brumm
Foto: Manfred Klier
Bitte Bild anklicken!
Foto: Klier
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«Wie viele Bücher hast Du denn schon geschrieben?«, wurde Daniel Napp gefragt. «Ich war schon an etwa 100 Kinderbüchern beteiligt«, antwortete der Kinderbuchautor und –Illustrator. Trotz eines herrlichen Spätherbsttags drängten sich Kinder und Eltern im evangelischen Gemeindezentrum St. Marien in Thalmässing zum 24. Bücherei- und Familiennachmittag.

THALMÄSSING - Pfarrer Rudolf Hackner fragte in seiner Begrüßungsrede, wer denn einen Bären als Lieblingstier habe. Viele Finger gingen hoch, darunter auch die von Landrat Herbert Eckstein, der immer noch an seinem Bären mit Gebrauchsspuren und dem einfachen Namen «Bär« hängt. Eckstein betonte die Wichtigkeit des Lesens, gerade auch im Hinblick auf die Verrohung der Sprache.

Reinhild Sindram, die Leiterin der Thalmässinger Bücherei, wies auf die 419 Neuerwerbungen hin, die im Büchereiturm ausgeliehen werden können. Dankbar sei sie für die Unterstützung der Bücherei durch Landrat Eckstein und Bürgermeister Georg Küttinger. «Wenn der Mund zu ist«, ermahnte sie die Kinder, «dann sind die Ohren geöffnet«. Thalmässings 2.Bürgermeisterin Ursula Klobe zitierte den Werbespruch eines Verlags: «Lesen gefährdet die Dummheit«. Die «Thalmäs-Sing-Kids«, Leitung Doris Polinski, erfreuten mit dem rhythmischen Lied «Schön, dass du da bist«.

Dann war Daniel Napp selbst an der Reihe. Nachdem er die Begriffe «Autor« und «Illustrator« in kindgerechter Weise geklärt hatte, begann er in anschaulicher Weise über seine Tätigkeiten zu berichten. Oft seien es gerade Details, wie etwa bei der Illustration eines Müllautos oder einer fantastischen Strickmaschine, die viel Zeit in Anspruch nähmen. Eine Hauptfigur seiner Bücher ist ein «Bär mit akademischen Weihen« namens Dr. Brumm.

Mit Filzstift skizzierte ihn Napp zunächst in wenigen und geschickten Strichen, bevor er vorlas und dabei die wichtigsten Szenen durch Projektion darstellte. Da steckt der etwas tollpatschige Dr. Brumm  zunächst mit dem Kopf in einem Aquariumglas fest, in dem sein Freund der Goldfisch «Pottwal« herumschwimmt. Nach weiteren Ungeschicklichkeiten platzt das Glas durch einen heftigen Nieser.

Natürlich hat Napp dabei die Kinder auf seiner Seite, die mit Lachen und Zwischenrufen ihre Aufmerksamkeit bekunden. In abenteuerlicher Ausrüstung geht Dr. Brumm jeden Montag zum Baden. Am Dienstag ist er mit seiner Spielzeugeisenbahn beschäftigt, rettet dann aber mit wagemutigem Einsatz eine Diesellok vor dem Absturz von einer maroden Brücke.   

Dazwischen zeigte Napp Bilder aus der Ateliergemeinschaft in Münster, in der mit Unterstützung digitaler Medien Kinderbücher erstellt werden. «Ein Buch entsteht« heißt der Link auf der Internetseite www.daniel-napp.de, wo Genaueres zu erfahren ist. Pro Bild brauche er durchschnittlich einen Tag. Bis ein Buch fertig ist, dauere es  etwa vier Monate.

 Weiter ging es mit «Dr. Brumm will’s wissen«. Aufstehen am Morgen, Kürbisernte, Brief schreiben und Reifen aufpumpen: Was der unbeholfene Bär auch unternimmt, begleitet vom Gelächter der Kinder, nichts will ihm so recht gelingen.  «Zu-ga-be«, skandieren sie.

Die gibt es in Form des «Supadupa-Schweins«, das in einen Superdünger gefallen war und nun Superkräfte besitzt. Auch in diesem Buch spielt Napp seine besondere Stärke als Illustrator aus, wenn das Schwein als Helfer in der Not gerufen wird, dabei aber im Reich der Fantasie oft ein unerwartetes Ziel erreicht.

Im Anschluss an die Lesung gab es eine umlagerte Autogramm- und Signierstunde. Zur Stärkung hatten die Frauen der Caféteria ein kulinarisches Kuchenbuffet  und Kaffee aus dem Eine-Welt-Laden vorbereitet.

Kli
20.11.2009
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